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Erstellungsdatum: Juli/August 99

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Fremdautor: Karl-Erich Weber

Bemerkungen:Test: CP-Test Wacom PL400 LCD-Tablett

 

 

 

 

@-DZ10:WACOM Europe GMBH

 

@-HD24:

Die Zukunft des Schreibtisches? -

Wacom PL-400 LCD-Tablett

 


 

@-VOR-RRubrik:MÜNCHEN:

@-VORSPANN:Je näher das Millenium rückt um so heftiger die verbalen Ankündigungen und Visionen neuester Technologien. Anstatt zu reden hat Wacom mit dem PL-400 ein Produkt auf den Markt gebracht, welches einen weiteren Schritt in Richtung Büro der Zukunft macht. Was die Verschmelzung von Flachbildschirm und Tablett jetzt schon kann, hat ComputerPartner untersucht.


@-BT:Im unscheinbaren Karton aber sicher verstaut macht das Wacom PL400 eingepackt überhaupt nichts her. Wenn allerdings Display, Grafikkarte, Stift mit Ersatzstiften und das weitere Zubehör wie externes Netzteil, Treiberdisketten, je ein englisches Handbuch für Grafikkarte, Display und Stiftsoftware, Verbindungskabel für PC und MAC ausgepackt sind zieht das schlichte, edle Design des Displays alle Blicke auf sich. Der verglaste Touchscreen mit 13,3 Zoll Bilddiagonale entspricht einer Tablettgröße von 270,3 auf 202,8 mm und ist an der Vorderseite vollkommen plan in das Gehäuse integriert Doch erst die Arbeit.  Als digitales System (LVDS) benötigt das Wacom PL-400 eine spezielle Grafikkarte. Beigelegt war eine vier MB Grafikkarte für den PCI-Bus mit Trident Cyber 9397 Controller. Das Handbuch in englischer und japanischer Sprache weist darauf hin, daß die Karte nicht zusammen mit einer anderen Grafikkarte funktioniert. Dennoch, mit den neuesten Treibern der Wacom-Homepage gelang es den Schirm als erweitertes Display zu einer vorhandenen Hauptgrafikkarte unter Windows 98 zu benutzen. Beim umgekehrten Versuch, das Tablett als primären Bildschirm zu betreiben, quittierte Wacom die Ungeduld mit einem Neustart des Systems.

 

@-ZÜ:WILL ALLEINE SEIN - DIE DIGITALE PCI-KARTE DES WACOM PL400

 

@-BT:Als Einzelkarte, wie sie auch gedacht ist, wird sie vom Plug and Play Bios erkannt und Windows 9x fordert die Diskette, die auch Treiber für Windows NT 4 und MacOS 7.1 und höher enthält. Das Arbeiten mit zwei identischen Bildschirminhalten ist über den mitgelieferten Adapter möglich. Nach der Installation der Grafikkarte ist nun der Tablettmonitor per Setup von Diskette zu installieren, alles weitere erledigt nach einem Neustart Plug and Play und das Display wartet auf die erste Eingabe des mitgelieferten UltraPen Write. Das von den normalen Tabletts bekannte Eingabegerät verfügt über einen Schalter in der für Schreibarbeiten optimierten Spitze entsprechend der linken Maustaste, ein virtueller Radierer am anderen Ende des Stifts wird von den meisten Grafikprogrammen unterstützt. Zwei weitere Schalter an der Stiftseite sind programmierbar um beispielsweise Doppelklick oder mittlere Maustaste auszuführen. Die Bildqualität des digitalen 18-Bit-Displays (262.144 Farben) ist bezüglich Schärfe und Stabilität makellos, warum allerdings bei einem auch für Grafiker gedachten LCD bei der Farbtiefe gespart wurde ist unverständlich. Gerade bei der Fotonachbearbeitung oder der Kontrolle von Farbverläufen beispielsweise ist eine höhere Farbtiefe unverzichtbar. Vom analogen Displays bekannte Unschärfen oder Schatten waren beim Wacom nicht feststellbar. Überhaupt ist das Bild sehr ausgewogen und angenehm, so daß ein Arbeiten im ungewohnten Augenabstand von 30 Zentimetern nicht zur Tortur wird. Doch nicht nur die Entfernung zum Bildschirm ist ungewohnt. Wer mit einem Tablett arbeitet, ist gewohnt den Mauszeiger oder das Fadenkreuz auf dem Monitor zu beobachten und mit dem Stift auf dem Tablett zu agieren, hat allerdings das komplette Bild vor Augen. Beim Wacom PL-400 kann es passieren, daß ein Teil des Bildes naturgemäß von der Hand oder dem Stift verdeckt ist, dafür läßt es sich direkter und präziser Arbeiten.

 

@-ZÜ:HEISSES DESIGN - HEISSES NETZTEIL

 

@-BT:Die Auflösung von 20 Zeilen pro Millimeter genügt den Ansprüchen der Zielgruppe die Wacom bei Banken und Ärzten, aber auch Point-of-Sale, Multimedia und Design sieht. Die Genauigkeit der direkten Stifteingabe ist mit 0,5 mm, das sind ungefähr vier Displaypixel, für handschriftliche Eingaben, Skizzen und Entwürfe mehr als genug. Auch schnelle Striche über die fast DIN A4 große Glasarbeitsfläche bringt der kabel- und batterielose Ultra Pen ohne Aussetzer in den Rechner. Dabei ist der stabile und rutschfeste, mehrfach neigungsverstellbare Ständer des Wacom von Vorteil. An ihm könnte sich so mancher Displayhersteller ein Beispiel nehmen, wie ergonomisch, standsicher und ansprechend designt ein Panelstand auszusehen hat. Bei 2,9 Kilo ist der Reiz vorhanden, das Tablett in Erinnerung an die Zeichenschule wie einen Block aufs Knie zu legen und in entspannter Haltung zu skizzieren. Wer in Zwangshaltung kreativ sein muß versteht die enorme Erleichterung. Bis auf den etwas wacklig wirkenden Helligkeitsregler, neben dem Ein/Aus-Schalter das einzige Bedienelement, gibt es an der Konstruktion des Gehäuses nichts auszusetzen. Das 15 Volt-Netzteil entwickelt allerdings eine Hitze nahe der Schmerzgrenze, bei magerer einjähriger Garantie ein Grund zur Nachfrage. Fax und Telefonnummer der europäischen Niederlassung sind im Handbuch angegeben, die Internetadresse könnten die Neusser noch dazuschreiben. Zur erfreulichen Gewinnspanne des Tabletts äußerte sich Wacom: "Das PL-400 ist ein beratungsintensives Produkt und kein Mitnahmeartikel, daher liegt die Händlermarge höher als bei anderen Produkten." Die Händler werden es danken. (kew)

 

@-BU: Schön und praktisch - Inspirationshilfe LCD-Tablett Wacom PL-400.

 

 

 

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@-DZ: kurzinterview

@-ZÜ: Kurzinterview mit Nigel Baylis, Product Manager LCD-Tabletts, Wacom Europe:

@-Interview Frage:Beim Test fiel auf, daß das Netzteil sehr warm wurde. Arbeiten Sie daran?

@-VOR-Rubrik:Baylis:

@-Interview Antwort: Das verwendete Netzteil entspricht den technischen Spezifikationen. Auf jeden Fall werden wir aber das von Ihnen getestete Netzteil nach Rücksendung überprüfen.

 

@-Interview Frage:24 Bit Farbtiefe sind bei Displays inzwischen Standard. Wieso hat Wacom ausgerechnet hier gespart?

@-VOR-Rubrik:Baylis:

@-Interview Antwort:Die verfügbaren  LCD Displays in dieser Größe (13,3 Zoll) unterstützen nur 18 Bit Farbtiefe.

 

@-Interview Frage:Zu einer vermeidbaren Abwertung führten die englischen Handbücher für Karte und Display. Möchte Wacom keine deutschsprachigen Kunden?

@-VOR-Rubrik:Baylis:

@-Interview Antwort:Wacom wird in den nächsten Monaten Handbücher für das Display in deutscher, englischer und französischer Sprache dem PL-400 beifügen.  Das Handbuch für die Karte wird vorerst in englischer Sprache bleiben .

 

@-Interview Frage:Ansonsten läßt sich das Tablett nur noch größer und preislich attraktiver machen. Was kommt als nächstes?

@-VOR-Rubrik:Baylis:

@-Interview Antwort:Wacom als Trendsetter im Grafiktablettmarkt arbeitet kontinuierlich an der Entwicklung neuer Produkte, jedoch können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen herausgeben.

 

 

 

 

((Bewertungskasten))

 

@-DZ: KURZGEFASST

 

@-BT:Das Wacom PL-400 LCD-Tablett bringt für die Schnittstelle Mensch/Maschine eine Erleichterung. Wer mit der vier MB Digitalkarte arbeiten kann erfreut sich an einem solide verarbeiteten und in mehrfacher Hinsicht brillantem Display. Die Eingabe ist angenehmer, da glatter als ein herkömmliches Tablett, die Ergonomie ist vorbildlich. Abzüglich das heiße Netzteil, die englischen Handbücher und die nicht optimale Farbtiefe, verbleibt für den der es gebrauchen kann und möchte ein Arbeitsgerät par Excellenze.

 

ANBIETER:

Wacom Europe GmbH, Neuss

www.wacom.de

 

PREIS:

VK: 4.995 Mark

EK: 3.800-4.000 Mark

alle Angaben zzgl. MwSt.

 

VERTRIEB/DISTRIBUTOREN:

Actebis, Computer 2000, nbn Elektronik, Disc Direct

 

WERTUNG:

Gerät/Software: 2

Lieferumfang: 2-3

Ease-of-Use: 2

Händlersupport: 2-3

CP-TIP: 2-3