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Fotos: track_optical.jpg

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Erstellungsdatum: Dezember 2000

Druckdatum:

Fremdautor: Karl-Erich Weber

Bemerkungen:Test: CP-Test Microsoft Trackball

 

 

 

 

@-DZ10: Microsoft Corporation

 

@-HD24:

Lichtgestalt –

Microsoft TrackBall optical

 


 

@-VOR-RRubrik:MÜNCHEN:

@-VORSPANN:Bei den Mäusen sind sie schon seit Jahren erste Wahl. Zuletzt mit der erfolgreichen Intellimouse Explorer schaffte es Microsoft erneut, ein Eingabegerät der Oberklasse zu positionieren. Die bisherigen Versuche dies auch mit einem Trackball zu erreichen waren nicht berauschend. Ob es mit neuem Design und neuer Technik gelingen kann, hat ComputerPartner näher untersucht.


@-BT:Das hier ein heißes Teil zum Verkauf steht signalisiert die feuerrote Verpackung schon von weitem. Durch den Blister zeigt sich das anthrazitfarbene Gehäuse mit seinen fünf programmierbaren Tasten von seiner eleganten Seite. In vier Sprachen erklärt sich bereits auf der bebilderten Verpackungsrückseite Anwendungszweck und Gebrauch. Ein Handbüchlein mit medizinischen Vorsichtsmaßnahmen, Lizenzhinweisen und den Anschlussmöglichkeiten findet sich im Innern. Die Treiber- und Konfigurationssoftware IntelliPoint 3.2, sowie ein Adapter von USB auf PS/2 machen den Trackball komplett. Installieren lässt sich die Software ab Windows 95, für die USB-Version wird Windows 98 oder 2000 vorausgesetzt. Auch auf dem Macintosh OS ab Version 8.5.1 lässt sich das Microsoft-Gerät betreiben, der iMac braucht das Update 1.1.

 

@-ZÜ:TRACKBALL MIT BELEUCHTUNG

 

@-BT:Während der Anschluss an USB bei laufendem System erfolgt, ist bei der PS/2-Konfiguration wie gehabt der Rechner vorher auszuschalten. Sobald das Gerät erkannt wurde, wird die Software CD angefordert. Ohne hierbei etwas falsch machen zu können werden die passenden Treiber installiert und nach einem Neustart stehen auch die erweiterten Funktionen im bereits geöffneten Einstellungsmenü zur Verfügung. Einmal eingerichtet, kann der Trackball dann beliebig am USB-Port entfernt oder hinzugefügt werden. Sogar gleichzeitiger Betrieb mit einer PS/2-Maus ist möglich ohne das sich die Geräte gegenseitig behindern. Die Software lässt die Belegung der fünf Tasten aus insgesamt 45 verschiedenen Funktionen zu. Die zusätzlichen Tasten ganz links und rechts außen sind standardmäßig mit den Browserfunktionen zurück und vorwärts belegt. Allerdings sind sie recht schmal und verlangen etwas Fingerakrobatik, so dass sie im normalen Betrieb wenig benutzt werden. Ein optisches Schmankerl ist der glutrote Lichtkreis um die gemusterte Kugel. Dieser verstärkt sich bei der geringsten Ballbewegung und erzeugt so die notwendige Helligkeit um dem optischen Sensor die gewünschte Cursorrichtung anzuzeigen. Dieser nimmt die Signale, die er aus dem Muster der Kugel erkennt, 1.500 mal pro Sekunde wahr. Laut Microsoft ist dies um ein Drittel schneller als die herkömmliche Abtasttechnik. Dieses Tempo befriedigt auch hartgesottene Spieler, schneller reagieren lässt sich derzeit nur mit der Mausversion. Der Trackball selbst lässt sich zur Reinigung leicht entnehmen. Auf der Unterseite des Gehäuses findet sich eine fingerkuppengroße Öffnung, durch die sich die Kugel etwas anheben und seitlich entfernen lässt. Noch einfacher geht es, wenn das Gehäuse umgekippt wird, die Kugel fällt dann heraus. Dies als Nachteil erkennt, wer die Kugel einmal vermissen sollte und sie im Putzwasser oder Kinderzimmer suchen muss.

 

@-ZÜ:GUMMIGERUCH - DIE NASE KAUFT MIT

 

@-BT:Ansonsten steht das Gerät rutschfest auf zwei recht großen Weichgummiflächen, die selbst auf Papier und Holz für guten Halt sorgen. Allerdings sind diese auch für den unangenehmen Geruch verantwortlich, der das gesamte Gerät umgibt. Weniger wäre hier sicher mehr gewesen. Das Design, von der Optik handschmeichelnd angelegt, enttäuscht in der Praxis herb. Nicht nur, dass sich die Oberfläche vergleichsweise unangenehm anfühlt, auch ergonomisch lässt der Trackball die gewohnte Microsoft-Qualität vermissen. Wird die Hand optimal zur Daumensteuerung aufgelegt, lassen sich die schmalen Zusatztasten nicht fehlerfrei bedienen. Versucht man die auf der Abbildung als komfortabel bezeichnete Haltung, liegt der Handballen vor dem Trackball auf dem Tisch. Abgesehen davon, dass nun die Kugel und die Haupttasten schlechter bedienbar sind, ist der Temperaturunterschied und das Gefühl der verschiedenen Oberflächen zwischen Handfläche und Handballen zumindest unangenehm. Das im Handbuch zurecht als Warnsignal aufgeführte Taubheitsgefühl, stellte sich nach ungefähr einer Stunde Tätigkeit auch prompt ein. Was bei der IntelliMouse optical, die mit der gleichen Technik abtastet, alles richtig gemacht wurde, der Trackball lässt es vermissen. Vielleicht klappt es mit dem nächsten Anlauf, vor dieser Version braucht sich die Konkurrenz noch nicht zu fürchten. Microsoft gibt drei Jahre Garantie auf das Eingabegerät und mit einem Straßenpreis von 69 Mark wird es auch seine Käufer finden. (kew)

 

@-BU:Problemlose Technik – unbequemes Handling: Microsoft TrackBall optical

 

((Kasten))

@-DZ: kurzinterview

@-ZÜ: Kurzinterview mit Fabian Lutz, Account Manager bei Text100 für Microsoft Hardware:

@-Interview Frage:Im Gegensatz zur samtigsilbernen Oberfläche der IntelliMouse fühlt sich der TrackBall unangenehm rau an. Warum braucht es diese?

@-VOR-Rubrik:LUTz:

@-Interview Antwort:Die Materialien wurden keinesfalls bewusst verwendet um entsprechende Wirkungen zu erzielen. Es ist immer eine Frage des subjektiven Empfindens, ob man eine Oberfläche als unangenehm oder angenehm empfindet.

 

@-Interview Frage:Die Gummimischung der großflächigen Rutschbremse riecht stark. Hätten vier kleine Punkte nicht genügt?

@-VOR-Rubrik:Lutz:

@-Interview Antwort:Bisher gab es keinerlei Beschwerden über Gerüche oder die Rauheit. Wer diesbezüglich empfindlich ist, kann auf den Trackball Explorer warten, der mit anderen Materialien und anderem Design gefertigt ist.

 

@-Interview Frage:Insgesamt ist die Trackballserie von Microsoft nicht gerade vom Verkaufsglück erfolgt. Wann kommt ein Gerät, dass an die IntelliMouse Explorer-Erfolge anknüpfen kann?

@-VOR-Rubrik:Lutz:

@-Interview Antwort:Der Trackball-Markt ist von Haus aus nicht sehr groß. Allerdings wird Microsoft im Frühjahr den Trackball Explorer launchen, mit stark angenähertem Explorer-Design und wir sind zuversichtlich, dass wir damit den Nerv der Käufer treffen werden.

 

@-Interview Frage:In letzter Zeit ist es sehr still bei Händlerproduktausstattungen (HPA) geworden. Warum gibt es sie für neue Hardware nicht mehr?

@-VOR-Rubrik:Lutz:

@-Interview Antwort:Für die neue Hardware wird die Bemusterung zielgruppenspezifischer Händler auf einem anderen Weg umgesetzt.

 

 

((Bewertungskasten))

 

@-DZ: KURZGEFASST

 

@-BT:Der TrackBall optical von Microsoft bietet nahezu perfekte Technik in einem nur mittelmäßigen Chassis. Trotz ergonomischer Optik und faszinierenden Details macht das Arbeiten mit der Leuchtkugel auf Dauer keinen Spaß. Gummigeruch und unangenehme Oberfläche sind keine Empfehlung an den Kunden. Der Endkundensupport läuft über die Microsoft Hotline für 24 Pfennig pro Minute, per E-Mail oder das Internet, für registrierte Händler gibt es eine spezielle Hotline, Demogeräte derzeit nicht.

 

ANBIETER:

Microsoft Coorporation

www.microsoft.com/mouse

 

PREIS:

VK: 59 Mark

EK: 50 Mark

alle Angaben zzgl. MwSt.

 

VERTRIEB/DISTRIBUTOREN:

Broadliner

 

WERTUNG:

Gerät/Software: 3

Lieferumfang: 1

Ease-of-Use: 4

Händlersupport: 2

CP-TIP: 3