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Fotos: 3 Screenshots Anlage

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Erstellungsdatum: 31.07.1998

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Fremdautor: Karl-Erich Weber

Bemerkungen: CP-Test: TM6 Spieß Termin-Manager

 

 

 

@-DZ10:

@-HD24:

TM6 - der Terminator

 

@-VOR-RRubrik: MÜNCHEN:

@-VORSPANN: Terminplaner im PC sind für Arbeitsgruppen unverzichtbar. Termine, Notizen, Projekte aber auch Adressen und To-Do-Listen sollte ein zeitgemäßes Produkt beherrschen. Einen professionellen Vertreter dieses Genre schickt die Spieß Computersystems mit ihrem Terminmanager in der Version 6 ins Rennen. Ob er all dies und vielleicht noch ein bißchen mehr kann hat ComputerPartner genauer untersucht.

@-BT: Die attraktive Verkaufsverpackung mit dem "grünen Punkt" birgt außer der Programm-CD und dem Umschlag mit den von außen ersichtlichen Lizenzbedingungen gleich drei Handbücher in sich. Außer dem über 400 Seiten starken Benutzerhandbuch findet sich ein 70-Seiten umfassendes Büchlein zur Systemadministration, sowie ein weiteres für die Anbindung der Psion-, Sharp- und Hewlett-Packard-Taschencomputer (optional). Die Installation der Serverdatenbank gestaltet sich bei der von ComputerPartner getesteten Mehrbenutzerversion recht einfach. CD einlegen, Setup und die menügeführte Routine bringt nach Eingabe von Lizenznummer recht schnell eine erfolgreiche Serverinstallation. Beim Setup legt der TM6 automatisch ein Installationsverzeichnis für die Clients an, welches unter Novell und NT-Server eine große Erleichterung ist, unter Peer-to-Peer-Netzen, wie Windows 9x den Administrator allerdings zum Telefon greifen läßt. Trotz Installationsstart vom Server-Setup-Verzeichnis bricht das Client-Setup mit einer Fehlermeldung ab. Dank der freundlichen und sachkundigen Hotline konnte der Fehler auf die Eigenarten des Peer-to-Peer (kein dedizierter Server) zurückgeführt werden. Warum allerdings eine vorhandene (falsche) *.ini-Datei gelesen und nicht einfach eine neue erstellt wird, sollte überdacht werden. Nach der Installation des Client sollte dieser auch gestartet werden können, aber auch hier sind Editor und Hotline gefragt, wohlgemerkt nur bei Peer-to-Peer-Netzwerken wie Windows 95 oder 98. Laut Handbuch allerdings, sollte dies automatisch geschehen, nicht nur unter Novell.

Sind diese kleinen Fallstricke überwunden, weitere Probleme fielen im Laufe des Tests nicht mehr auf, zeigt sich die elfjährige Erfahrung der Spieß-Leute mit Terminplanern. Nicht nur die obengenannten Kriterien werden erfüllt, es ist auch eine differenzierte Gruppen-, Benutzer- und Ressourcenverwaltung möglich. Für jedes einzelne Mitglied einer Gruppe ist festlegbar, ob es die Daten lesen, verändern oder ergänzen darf oder nicht. Was die Netzwerksupporter freuen wird ist die Möglichkeit den Arbeitsbereich für alle Benutzer identisch zu gestalten und vor allem so, daß sie vom User nicht geändert werden können. Der eingebaute TM6 E-Mail-Client arbeitet mit allen MAPI-fähigen Mail-Providern zusammen. Ein Projektplaner ist ebenfalls vorhanden mit der Möglichkeit einzelne Phasen oder bestimmte Aktionen zu delegieren. In der Projektverwaltung können dann alle am Projekt beteiligten Gruppen oder Benutzer angezeigt werden. Eine Kostenaufschlüsselung wurde ebenfalls nicht vergessen. Grafische Übersichten, die teilweise selbst definiert werden können, erleichtern es den Projektleitern den Überblick zu behalten. Selbstverständlich ist auch noch ein Jahresurlaubsplaner enthalten und richtig genutzt, könnte der Termin-Manager nicht nur überprüfen ob das Sitzungszimmer gerade frei ist, er hat das Zeug dazu nahezu alles zu verwalten was irgendwie zeitlich abhängig ist. Vom Hotelbetrieb bis zum Fahrradverleih. Sämtliche Features aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, doch sei noch der komfortable Texteditor erwähnt, die Adressverwaltung mit Etikettendruck oder die Korrespondenzverwaltung für Briefe, Fax und Telefonanrufe. Die Druckausgabe kann mittels veränderbarer Vorlagen individuell angepaßt werden. Grafische Elemente wie Logos können integriert und ungewöhnliche Papierformate (Timer, Formulare) generiert werden. Der Datenabgleich mit Notebooks kann automatisch oder manuell erfolgen. Der optionale Datenaustausch mit den obengenannten Pocketcomputern benötigt eine Zusatzsoftware. Auf den ersten Blick schreckt das 450-seitige gut lesbare und mit Screenshots informativ bebilderte Handbuch die streßgeplagten Manager erst einmal ab. Trotzdem sollte es zumindest in den ersten Wochen in Computernähe sein, denn ganz so einfach ist der Einstieg aufgrund der Funktionsvielfalt des Terminmanagers nicht.

Der Systemverwalter einer Mehrbenutzerumgebung sollte nicht ungeschult und schon gar nicht ohne Kenntnisse der Programmstruktur an die Arbeit gehen, wenn das Programm nicht nur als Terminkalender genutzt werden soll. In Verbindung mit dem Internet Information Server von Microsoft ist es möglich via Standard Internet Browser von unterwegs auf bestehende Termine zuzugreifen, diese zu bearbeiten oder neue einzugeben. Paßwortgeschützt selbstverständlich. Der Service der Dipl.-Ing. Spieß Computersysteme umfaßt auch Basis- und Aufbautrainings, auf Wunsch auch Inhouse, der Telefonsupport (München) ist kostenlos. Die Marge von zirka 30 Prozent ist am Pre-Sales-Beratungsaufwand gemessen für den Fachhändler bestimmt akzeptabel, insbesondere bei der TM6-SQL-Version für Oracle. (kew)

 

((Kasten))

@-DZ: kurzinterview

@-Z: Kurzinterview mit Winfried Eggebrecht, Marketing und Vertrieb bei Dipl.-Ing. Spieß Computersystems:

@-BT:

Der Begriff Termin-Manager ist für den TM6 eine glatte Untertreibung. 450 Seiten Handbuch plus die Möglichkeit eigene Funktionen zu integrieren ist universeller als der Titel vermuten läßt. Verschenken Sie da nicht potentielle Kunden?

Der Termin-Manager ist bereits seit 1987 als Standardsoftware auf dem Markt der Begriff ist nicht nur historisch bedingt, sondern beim Kunden vor allem auch ein eingeführtes Markenzeichen. Heute wird der Begriff in der Tat mehr als Untertitel gesehen. "Zeitmanagement" spielt jedoch in allen Anwendungsgebieten des TM6 weiterhin eine zentrale Rolle.

Für den Einsteiger wirkt die Funktionsvielfalt vielleicht verwirrend. Könnte ein Demomandant oder eine Lernfunktion den Start nicht erleichtern?

Wenn beim Einsatz des TM6 tatsächlich Fragen auftreten, steht allen Anwendern unser kostenloser Support per E-Mail, Internet, Fax und Telefon mit Rat und Tat zur Verfügung. Eine darüber hinausgehende Assistenzfunktion ist für eine der nächsten Versionen geplant.

Wie können Sie den Fachhandel bei dem Verkauf des TM6 unterstützen?

Wir unterstützen den Fachhandel nicht nur mit umfangreichen Prospektunterlagen, Demoversionen, elektronischen Produktpräsentationen und Dekomaterial, sondern bieten unseren autorisierten Vertriebspartnern auch eine entsprechende Präsenz auf unserem Internetserver und leiten Kundenanfragen bei Bedarf direkt an diese weiter. Darüber hinaus bieten wir Schulungen oder auch gemeinsame Produktpräsentationen bei Interessenten an.

 

((Bewertungskasten))

@-DZ: KURZGEFASST

@-BT: Der TM6 von Spieß Computersystems ist ein vielfältiges und offenes Zeitmanagementsystem vom SOHO-Business aufwärts. Anfangs überfordernd zeigt es nach ein paar Stunden Eingewöhnungszeit und Handbuchstudium seine Stärken in der systematischen und schnellen Arbeitsweise. Effektiv genutzt erleichtert er zeitliche und kommunikative Abläufe und überrascht durch eine homogene Integration der einzelnen Module. Der TM6 ist ein Profi.

ANBIETER: Dipl.-Ing. Spieß Computersystems, München

http://www.spiess.com

PREIS:

VK: ab 1.298 Mark (3-Benutzer)

EK: 973,50 Mark

alle Angaben zzgl. MwSt.

VERTRIEB/DISTRIBUTOREN:

Dipl.-Ing. Spieß Computersystems, Martin-Greif-Str. 1, 80336 München

WERTUNG:

Gerät: 1-2

Lieferumfang: 1

Ease-of-Use: 2-3

Händlersupport: 2

CP-TIP: 2

@-BU3: Versteht sich auch mit der Konkurrenz E-Mail via Outlook.

@-BU2: Information total. Der Termin-Manager 6.

@-BU1: Alles unter Kontrolle weltweit versteht sich.