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Erstellungsdatum: 11.11.1998

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Fremdautor: Karl-Erich Weber

Bemerkungen: CP-Test: CalComp Creation Station

 

 

 

@-DZ10:

@-HD24:

CalComp Creation Station mehr als ein Tablett?

 

@-VOR-RRubrik: MÜNCHEN:

@-VORSPANN: Die Eingabe der Daten in den PC ist die Schnittstelle die am wenigsten perfektioniert ist. Ein Tablett mit komfortabler Maus und Stift kombiniert, läßt die Künstlerherzen höher schlagen. Wer schon einmal versucht hat ein Porträt oder seine Unterschrift per Maus zu zeichnen, weiß die Vorteile eines Stifts zu schätzen. Was die laut CalComp perfekte Station kann, hat ComputerPartner genauer untersucht.

@-BT: Die poppige, ganz in englischer Sprache gehaltene, orange-grüne Hochglanzverpackung enthält transportsicher verpackt das Tablett, eine schnurlose Maus, einen Stift mit Halter und 2 Ersatzspitzen, zwei CDs mit Treiber- und Konfigurationssoftware und MetaCreations Software Art Dabbler und Kais Photo Soap. An Schriftlichem findet sich neben einem Faltblatt Aufbauanleitung und je einer DIN A 4-Seite Funktionsbeschreibung und Hilfestellung nur noch die Registrierkarte. Da alles nur in englischer Sprache vorliegt, wird ein richtiges mehrsprachiges Handbuch mehr als vermißt. Auch die für eine AT-Tastatur notwendigen Adapter fehlen und müssen nachgekauft werden, wohl weil in den USA PS/2-Tastaturen schon seit längerem Standard sind. Dafür braucht das CalComp-Tablett kein Netzteil, sondern bezieht den Strom intelligenterweise von den Schnittstellen.

Dank der Bildersprache der Aufbauanleitung klappt der Anschluß an einem ATX-Gehäuse ohne weiteres Zubehör. Plug and Play fähig erkennt der Rechner beim Starten die Creation Station und fordert die Treiber-CD, doch wer vorschnell die Maus entfernt hat, muß sich mit der Tastatur bis zur finalen Einrichtung quälen, bleibt sie dran funktioniert sie weiterhin bis zum Schluß, eine PS/2-Maus kann auch später parallel benutzt werden. Nach erneutem Start wird die Software installiert. Hierbei spielt einem die englische Software den Streich, daß sie sich in ein Verzeichnis "Program Files" installieren will, daß es in deutschen Windows 95/98-Versionen nicht gibt. Wer hier nicht den Vorschlag in "Programme" ändert oder Program Files per Explorer selbst anlegt muß weiterhin ohne Tablett arbeiten, die Installation wird abgebrochen. Sind diese Hürden genommen, installiert sich alles weitere problemlos und es kann endlich zur Sache gehen.

@-Z:

Vorsicht Sprachbarriere! Stolperfalle bei der Installation.

Das rutschfeste Pad hat in der vorliegenden 4x5"-Version eine Arbeitsfläche von 101 auf 127 Millimeter bei einer Auflösung von 1024 Linien/Zoll. Damit läßt sich bei den gängigen Auflösungen im Homebereich präzise arbeiten. Ein feines Gimmick ist die transparente Folie die zum Digitalisieren Vorlagen bis Kartonstärke verkraftet. Ob allerdings die Folie bei stärkerem Gebrauch und möglicher Verschmutzung die Garantiezeit überlebt ist fraglich, denn das Digitalisieren bei dickeren Vorlagen könnte dann leichte Dellen verursachen, doch dafür ist die Creation Station auch nicht gebaut. Der Stift ist sehr leicht, schnur- und batterielos, drucksensitiv mit bis zu 512 Stufen und hat zwei Tasten. Für einfache Zeichnungen reicht die Genauigkeit des Tabletts, bei komplexeren Grafiken ist die präzisere "Pro" Version zu empfehlen. Die ebenfalls kabel- und batterielose Maus arbeitet digital mit fünf Tasten für komfortables Scrolling in den dafür ausgelegten Windows-Programmen. Sie liegt, trotz ihres ebenfalls geringen Gewichts, sehr gut in der Hand, einzig der geringe Bewegungsspielraum auf der Creation Station bedarf einer kurzen Eingewöhnungszeit. Der Stifthalter kann am Tablett befestigt werden und ist so vor dem Umfallen im hektischen Betrieb gesichert. Angenehm ist auch die Auflagefläche des Pads für die Hand die das ergonomische Arbeiten erleichtert. Überhaupt geht das Zeichnen, Retuschieren und Malen flüssig von der Hand.

@-Z:

Die Arbeit macht Spaß und geht leicht von der Hand!

Keine Aussetzer, auch nicht bei schnellen Unterschriften, haben die Testarbeiten verzögert. Kais gewöhnungsbedürftige Soap-Software ist für Neulinge bestimmt leichter zu erlernen als für Corel- oder Photoshop-Benutzer, die Ergebnisse bei der Photonachbearbeitung können sich jedoch sehen lassen. Ebenso ist Art Dabbler aus gleichem Hause mehr als nur ein Beiwerk um die CD zu füllen. Mit den beiliegenden Texturen, Photos, Cliparts und virtuellem Zeichenwerkzeug ist der angehende Künstler komfortabel ausgestattet. Ein, leider in englisch verfasstes, Lernprogramm zeigt den Umgang mit Kreide, Öl, Kohle oder Tinte. CalComp geht wohl davon aus, daß die Kreativen keine Anleitung benötigen und hat eine deutsche Adaption der Software nicht geplant.

Da ein Handbuch komplett fehlt ist die Verfügbarkeit einer Hotline bestimmt nicht ohne Belang. Diese sitzt in Neuss, was allerdings nicht aus den Unterlagen hervorgeht, sondern auf der Homepage in Erfahrung gebracht werden muß, und hat eine ganz normale Vorwahl. Automatengesteuert wird der richtige Ansprechpartner vermittelt und die Leute zeigten sich kompetent, wenn es um Fragen zur Hardware ging. Ein erbetener Rückruf des erforderlichen Ansprechpartners erfolgte prompt, keineswegs selbstverständlich in der Branche und deshalb erwähnenswert. Ein Jahr Garantie verspricht CalComp für das günstige Produkt, daß auch zum gleichen Preis für den Mac erhältlich ist.

(kew)

 

((Kasten))

@-DZ: kurzinterview

@-Z: Kurzinterview mit Torsten Walther, Gebietsverkaufsleiter Zentraleuropa bei CalComp:

@-BT:

Die Zielgruppe Heimkünstler und Kids wird mit der englischen Version Probleme bekommen. Bessern Sie nach?

Ein Handbuch wird es nicht geben, allerdings deutschsprachige Aufbauanleitung, Hilfe und Komponentenbeschreibung. In den aktuell ausgelieferten Stationen ist dies auch enthalten.

Treiber und Software sind ebenfalls nur englisch. Ist der beschriebene Bug bei der Treiberinstallation nicht ärgerlich?

Diese Info ist sehr wichtig für uns, wir werden dem nachgehen. Die Software und die Treiber werden allerdings in Englisch bleiben.

Die notwendigen Adapter für Standard-AT-Tastaturen fehlen. Warum?

Die neueren Systeme sind jetzt alle mit PS/2 ausgestattet und die für ältere Systeme passenden Adapter sind leicht zu erhalten.

 

 

 

((Bewertungskasten))

@-DZ: KURZGEFASST

@-BT: Die CalComp Creation Station ist ein gelungenes Werkzeug zur Grafikbearbeitung im Homebereich. Das fehlende Handbuch, Adapter und die englischsprachigen Programme verfehlen allerdings die Zielgruppe hierzulande und machen den Einstieg unnötig schwer. Der Preis geht für die gebotene Hard- und Software mehr als in Ordnung. Für grafisch ambitionierte Kunden eine Empfehlungsidee.

ANBIETER: CalComp Input Technologies, USA

http://www.calcomp.com

PREIS:

VK: 255 Mark

EK: 184 Mark

alle Angaben zzgl. MwSt.

VERTRIEB/DISTRIBUTOREN:

Computer 2000, Actebis u.a.

WERTUNG:

Gerät: 2

Lieferumfang: 4

Ease-of-Use: 2-3

Händlersupport: 2

CP-TIP: 2-3

@-BU: Kreativität leichtgemacht: CalComp Creation Station.