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Erstellungsdatum: März 2001

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Fremdautor: Karl-Erich Weber

Bemerkungen:Test: CP-Test IBM Microdrive

 

 

 

 

@-DZ10: IBM Corporation

 

@-HD24:

Microdrive DSCM 11000 –

die ein Gigabyte Festplatte

 


 

@-VOR-RRubrik:MÜNCHEN:

@-VORSPANN:So groß wie ein Fünfmarkstück, passt sie in Fotokameras, Handhelds und Notebooks. Die laut IBM kleinste Festplatte der Welt, will dem Anspruch gerecht werden, die Speicherprobleme bei den mobilen Geräten zu beseitigen. Ein Gigabyte reicht immerhin für zirka tausend Bilder oder 500 Aktenordner. Ob der Winzling nur für 007 geeignet ist, hat ComputerPartner näher untersucht.


@-BT:Ein Ausstellungsstück für den Verkaufsraum ist die Verpackung des IBM Microdrive sicher nicht. Im Charme einer Schachtel NoName-Disketten, weist nur ein unscheinbarer Aufkleber an der Seite auf den Hightech-Inhalt hin. Sicher verpackt in einer Blisterhülle, finden sich das Laufwerk samt stabiler Minitransportbox, Treiberdiskette für Windows 95/98 mit Installationshilfe und ein weiteres Heftchen mit Hinweisen zur Laufwerkseinrichtung. In der getesteten Travel-Kit-Version ist zudem noch ein PC-Card-Adapter mit passender Box enthalten.  Technische Daten oder Garantiehinweise gibt es keine, dafür den Verweis auf die entsprechende Internetseite. Auf der Suche nach einer brauchbaren Beschreibung fand sich ein englischsprachiges Datenblatt auf dem US-Server des Konzerns. Kein Wunder, dass die kleine Festplatte hierzulande nur Insidern bekannt ist.

 

@-ZÜ:DER TRAUM DIGITALER FOTOGRAFEN

 

Während zuvor der volle Film in den ungünstigsten Augenblicken gewechselt werden musste, sind es heute teuere Speichermodule, die den Kameras neue Munition liefern. Ein Gigabyte Speichervolumen bedeutet für den Besitzer einer passenden Kamera, dass er sich nur noch Sorgen um die Akkus machen muss. Das hat sich mit dem neuen Modelltyp DSCM mit bis zu 30 Prozent weniger Energieverbrauch im Standbymode erheblich verbessert. Anhaltende Datenraten gibt Big Blue mit 2,6 bis 4,2 Megabyte pro Sekunde an. Damit lässt sich mobil arbeiten, gemessen am Preis von einer Mark pro MB sogar günstig. Mit gleicher Technik, doch kleinerem Volumen gibt es außerdem noch das Microdrive mit 512 MB und 340 MB. Die CF+ Typ II kompatible Platte lies sich ohne Formatierung direkt in der Kamera, getestet wurde mit einer Epson PhotoPC 850z, beschreiben. Die Wartezeiten zwischen den einzelnen Bildern, waren im Vergleich zu Flash-Speicher-Modulen nicht spürbar länger. Zurück ins Notebook über den PCMCIA kompatiblen PC-Card-Adapter, braucht die Miniplatte zumindest unter Windows 2000 ebenfalls keinerlei Treiber oder Formatierung. Einsetzen, erkennen lassen und arbeiten, so hätte Plug&Play immer schon sein sollen. Bei Windows 9x wird eine Infodatei von der mitgelieferten Diskette geladen. Alles andere findet der Hardwareassistent auf der Betriebssystem-CD. Ein neuer Laufwerksbuchstabe wird dem als Wechselspeichermedium erkannten Microdrive zugeordnet. Sofort können Daten geschrieben, gelesen oder gelöscht werden. Eine Filmdatei von 40 MB Größe brauchte beim Kopieren knappe 40 Sekunden bis sie auf der Festplatte des schon etwas betagten Notebooks gespeichert war. Eine Kombination kleinerer Dateien war etwas schneller. Schreiben und lesen ging gleichermaßen schnell vonstatten. Flottes Arbeiten ist somit auch bei großen Dateien kein Problem. Eine vernünftige Balance zwischen Stromverbrauch und Leistung sind die 3.600 Umdrehungen, die für die gemächliche Übertragungsrate mit verantwortlich zeichnen. 128 KB Cache, wovon allerdings 68 KB vom Microcode gebraucht werden, sind in dem Kärtchen auch noch vorhanden, welches mit 16 Gramm Arbeitsgewicht bestimmt keine Last ist.

 

@-ZÜ:SICHERES SPEICHERN UND LESEN

 

@-BT:Während auf den Beipackzetteln vor allerhand Fehlbedienungsmöglichkeiten und Betriebseinschränkungen gewarnt wird, seien die wichtigsten hier genannt. Bei Minustemperaturen des Laufwerks läuft nichts mehr. Das mag zwar zuerst schockieren, doch da die meisten Kameras und Notebooks ebenfalls ihre Not mit eisigen Temperaturen haben, hält sich der Ärger in Grenzen. Sobald die Plattentemperatur über dem Gefrierpunkt liegt, nimmt das Microdrive die Arbeit wieder auf. Heiß wird das Laufwerk bei Dauerkopieraktionen oder Fotoshootings unter ungünstigen Bedingungen recht bald. Erreicht es eine Gerätetemperatur von 65 Grad, schaltet das Laufwerk ab. Auch hier wird der Betrieb wieder aufgenommen, sobald die Betriebstemperatur erneut erreicht ist. Ebenfalls recht unbeliebt bei Festplatten sind Stöße und Vibrationen während des Betriebs. Für MP3-Marathonjogger bleibt Flashspeicher erste Wahl. PDA-Benutzer und Handheldfreunde mit passendem Anschluss können nun Anwendungen und Daten installieren, die bisher aufgrund momentaner Flashspeichergrößen bis maximal 256 Megabyte auf dem Notebook blieben. Multimedia ist für Handhelds mit dem Microdrive realistischer geworden. Wie anfangs erwähnt, sind die IBM-Seiten zum Thema Microdrive zumeist in englischer Sprache verfasst und lassen auf erhöhten Beratungsbedarf beim Kunden schließen. Weitaus ärgerlicher, der permanente Versuch, den potentiellen Kunden direkt in den IBM-Online-Shop zu lotsen, anstatt zu Partnern in seiner Umgebung. Zumindest unter der Suchrubrik Privatkunden und Small Business werden ein paar Händleradressen genannt, E-Mail oder Weblinks keine. Andere Unternehmen bieten hier für den Fachhandel mehr Möglichkeiten. Trotzdem, ein Produkt, dass jeder Fachhändler kennen sollte. (kew)

 

@-BU:IBM Microdrive DSCM-11000: 1 Gigabyte Hightechlaufwerk nicht nur für Spione

 

((Kasten))

@-DZ: kurzinterview

@-ZÜ: Kurzinterview mit Manfred Berger, Microdrive Marketing Manager bei IBM:

@-Interview Frage:Die tatsächliche Datenübertragung vom Microdrive zum Notebook ist für eine Festplatte recht langsam. Was bremst hier im Vergleich zu den normalen Laufwerken?

@-VOR-Rubrik:BERGER:

@-Interview Antwort: Das IBM Microdrive ist in der Lage einen kontinuierlichen Datenstrom von 4,2 MB/s zu erzeugen, der zur Medienmitte hin auf 2,6 MB/s zurück geht. Die Schnittstelle des IBM Microdrive unterstützt Datenschübe bis zu 13,3 MB/s. Die PCMCIA-Schnittstellen in typischen Notebooks erlauben lediglich Datenraten von unter 2 MB/s und limitieren damit spürbar den Durchsatz.

 

@-Interview Frage:Im beiliegenden Heftchen finden sich keine Hinweise für den Garantiefall. Wie lange ist die Garantie und wo findet der Kunde eine Serviceanschrift?

@-VOR-Rubrik:BERGER:

@-Interview Antwort:Dem IBM Microdrive Retailkit liegt eine Garantiekarte bei, die dem Verbraucher eine Gewährleistung von zwölf Monaten ab Kaufdatum zusichert. Zudem enthält sie ein Verzeichnis der für Verbraucherfragen

zuständigen Hotlines, die deutschsprachige Servicenummer ist die 07032-153050 aber auch die Kontaktaufnahme per E-Mail an drive@de.ibm.com ist möglich. Generell empfehlen wir zunächst den Händler vor Ort aufzusuchen.

 

@-Interview Frage:Deutschsprachiges zum Microdrive findet sich auf den IBM-Seiten im Internet schwer, doch bei jeder Gelegenheit die Aufforderung zum Direktkauf im IBM-Shop. Plant IBM die Zukunft ohne Fachhandel vor Ort?

@-VOR-Rubrik:BERGER:

@-Interview Antwort:Das Shop-IBM Angebot wendet sich an informierte Verbraucher, die bequem von zu Hause aus ihre Microdrive bestellen möchten. Dennoch ist die persönliche Beratung vor Ort für viele nicht zu ersetzen. Mit der Internationalität unserer Web-Inhalte bin ich persönlich unzufrieden, zumal wir in Europa lokalisierte Dokumentationen erstellt haben. Beim Besuch unserer Websites ist Ihnen sicher die Kundenumfrage zur Gestaltung des IBM Internetauftritts begegnet, Sie helfen mir sehr, wenn Sie dort Ihre Kritik platzieren.

 

 

((Bewertungskasten))

 

@-DZ: KURZGEFASST

 

@-BT:Das Microdrive DSCM-11000 von IBM ist ein technisches Schmankerl und mit einer Mark pro Megabyte eine sehr günstige Speicherlösung für Foto und Handheld dazu. Leicht, klein, einfach zu handhaben und ohne Einschränkungen für die Zielgruppe empfehlenswert, hat nur der Hersteller mit seiner Fachhandelspolitik und dem schwachen Handbüchlein die Bestnote verhindert. Wer mit mobilen Computern und Multimedia zu tun hat, muss dieses Produkt kennen.

 

ANBIETER:

IBM Deutschland GmbH

Stuttgart

www.ibm.de

 

PREIS:

VK: 1.082 Mark / Travel Kit 1.186 Mark

EK: 825 Mark / Travel Kit 909 Mark

alle Angaben zzgl. MwSt.

 

VERTRIEB/DISTRIBUTOREN:

Broadliner, direkt

 

WERTUNG:

Gerät/Software: 1

Handbuch: 3

Lieferumfang: 1

Ease-of-Use: 1-2

Händlersupport: 4

CP-TIP: 2