2. Wirtschaftspolitisches Gespräch 

 

Wirtschaftskompetenz bei Oster

 

Vertreter aus Wirtschaft und Politik trafen sich bereits zum zweiten Mal am vergangenen Freitag in den Räumen des Autohauses Oster in Mutterstadt zum Dialog über aktuelle Wirtschaftsthemen. Neben Teilnehmern der Banken, Handel und Handwerk lud die Initiatorin, Landtagsabgeordnete Hannelore Klamm noch ihre Bundeskollegin Doris Barnett ein und konnte als „Stargast“ den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Siegmar Mosdorf gewinnen.

 

Nach der Begrüßung durch die Hausherrin und Hannelore Klamm, hielt sich Mosdorf in seinem Statement nicht lange mit Floskeln auf, sondern beschrieb den Istzustand und dessen Entstehung in kurzen, verständlichen Worten. Neben der Auflösung der ehemaligen osteuropäischen Wirtschaftsstruktur mit den Folgen für Arbeitsmarkt und Produktion, dem zunehmenden Druck einer wachsenden Zahl Schwellenländer, nannte Mosdorf den Wandel zur Informationsgesellschaft als wesentliches Merkmal der derzeitigen Situation. Vehement verteidigte der Staatssekretär die Sparmaßnahmen der Bundesregierung, als notwendige Korrektur fataler Finanzpolitik der Vorgängerregierung. Trotz leerer Kassen und Sparpolitik gibt es die Erkenntnis regionale Wirtschaftsförderung zu praktizieren. Die Förderung der Selbständigkeit von derzeit neun auf 15 Prozent, die Steuerreform mit Senkung der Einstiegs- und Spitzensteuersätze auf 15 und 45 Prozent, sowie Vorteile bei der Gewerbesteuer und die Senkung der Lohnnebenkosten hält Mosdorf für probate Mittel.

 

Doris Barnett ergänzte für ihr Fachgebiet Arbeit und Soziales die derzeit heiß diskutierten Maßnahmen zur Rentensicherung. Altersstruktur, Lebensarbeitszeit sowie der Einstieg starker Jahrgänge ins Rentenalter und schwacher ins Erwerbsalter machen eine unterstützte zusätzliche Vorsorge unausweichlich.

 

Mosdorf erläuterte, dass eine Milliarde Mark für Forschung und Technik die Qualifikation durch Wissen vorantreiben soll. Weiterhin brauche es eine Modernisierung und Reduzierung von Staat. Derzeit ein Streik im öffentlichen Dienst wäre für die aufkeimende Konjunktur ein denkbar schlechter Zeitpunkt. Angesprochen auf die sogenannte Green Card, hält Mosdorf 8.500 eingegangene Bewerbungen nicht für einen Flop. Wir brauchen die Spezialisten jetzt um weltweit mithalten zu können, schloss Mosdorf die Fragerunde und den offiziellen Teil.

 

Neben dem danach stattfindenden Smalltalk am Buffet nahmen Klamm und Barnett zu weiteren Fragen Stellung. Die Besucher zeigten sich hochzufrieden ob der informativen Abendrunde, einzig ein besserer Termin soll für das geplante dritte Gespräch gefunden werden.

 

 

 

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Für ergänzende Informationen steht Ihnen Frau Hannelore Klamm selbstverständlich zur Verfügung


 

 

 

p.s.:      Karl-Erich Weber, 41, ist seit 1998 frei journalistisch unter anderem für den Computerwoche-Verlag in München tätig. Seine Fächer sind Technik, Kommunikation, Fachhandel und Mittelstand in der IT, Test, Satire und Glosse.