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Erstellungsdatum: Oktober 2000

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Fremdautor: Karl-Erich Weber

Bemerkungen:Test: CP-Test Mobility Electronics EasiDock

 

 

 

 

@-DZ10: MOBILITY Electronics inc.

 

@-HD24:

EasiDock 200-

Anschluss gesucht

 


 

@-VOR-RRubrik:MÜNCHEN:

@-VORSPANN:Angetreten um dem Kabelchaos der Peripheriegeräte zu begegnen setzt sich der USB-Anschluss als Buchse für alles immer stärker durch. Den ersten einfachen Hubs folgten bald multifunktionale Erweiterungseinheiten für Drucker, Netzwerk und mehr. Ob das EasiDock USB 200 mit Zielgruppe Notebookmarkt ein Schritt in die richtige Richtung ist hat ComputerPartner näher untersucht.


@-BT:Die Verpackung, mehrsprachig und fotoglänzend bedruckt ist selbsterklärend mit Abbildung der Anschlüsse gestaltet. Wer das DIN A4 große Päckchen in Händen hält, weiß schnell und ohne viel Fragen wozu die EasiDock USB 200 gebraucht werden soll. Das überraschend hohe Gewicht verschuldet das wuchtige Netzteil welches per Euroflachstecker den zusätzlich benötigten Strom aus der Steckdose holt. Weiterhin finden sich im Handbüchlein knapp fünf deutsche Seiten zum Gerät und der Treibersoftware. Mehr sollte ein Plug und Play Gerät nicht benötigen. Neben dem eigentlichen Mini Dock finden sich noch ein Beipackzettel zum Thema Windows 2000, zur technischen Hilfe in Deutschland, Registrierungsunterlagen, Treiberdiskette und ein 60 Zentimeter kurzes USB Gerätekabel.

 

@-ZÜ:SCHWERES NETZTEIL - LEICHTER HUB

 

@-BT:Von vorne betrachtet ist nur die Verbindung zum Notebook und der erste USB Steckplatz sichtbar. Warum diese Buchse allerdings verkehrt herum eingebaut ist, wissen die Designer. Auf der Rückseite des an eine Briefwaage erinnernde Kästchens, befinden sich die eigentlichen Anschlüsse. Vier weitere USB-Ports, zwei PS/2-Anschlüsse für Maus und Tastatur, ein Druckerport, eine serielle Schnittstelle, die RJ45-Ethernetbuchse und der Anschluss für das Netzteil, allesamt auf stabiler Metallplatte befestigt und mit Symbolen versehen. Eine Farbkodierung nach den PC99-Vereinbarungen fehlt. Ist die EasiDock voll verkabelt verliert sie leicht die Balance und droht nach hinten wegzukippen. Ein paar Gramm mehr könnten der Standfestigkeit Nachdruck verleihen. Die erstmalige Inbetriebnahme erfordert einen gestarteten Rechner und ein mit Strom versorgtes EasiDock, welches dann mit dem PC verbunden wird. Wie es sein soll, wird die Schnittstellenerweiterung namentlich und nacheinander USB-Hub, Ethernet, parallele und serielle Schnittstellen erkannt. Die Treiber hierzu findet der Hardwareassistent auf der mitgelieferten Diskette und installiert entsprechend. Nach einem Neustart, der für das Ethernet-Modul notwendig ist, stehen die Anschlüsse zur Verfügung. Beim seriellen Adapter musste unter Windows 2000 ein Update nachhelfen, welches leicht unter der angegebenen Internetadresse zu finden war. Danach lief es auch hier rund. Mäuse und ähnliches Eingabegetier mag die EasiDock jedoch nur unter USB oder PS/2. Seriell sollte dem Modem vorbehalten sein. Zum Netzwerkadapter fällt den Mobility-Leuten nicht mehr ein als nach einem Netzwerkspezialisten zu verlangen. Der wird zwar am heimischen Rechner kaum verfügbar sein, Probleme mit der Einrichtung traten jedoch keine auf. Bei einer Druckerbuchse, die im Handbuch als bidirektional angegeben ist, sollten diese Voraussetzungen auch zutreffen. Das bei Problemen mit modernen Druckertreibern gerade diese Funktion abgeschaltet werden muss, könnte manchen Kunden ärgerlich machen. In den neuen Handbüchern soll dies bereinigt werden versicherte Mobility Electronics.

 

@-ZÜ:EINE DOCKINGSTATION IST ES NICHT

 

@-BT:Auch alles andere bidirektionale wie Scanner, Zip oder Streamer funktioniert nicht am Parallelport. Letzteres erfährt der User im Handbüchlein. Problemlos verhielten sich die PS/2-Anschlüsse, es war kein Unterschied zum Normalbetrieb festzustellen. USB-Geräte machten bauartbedingt am meisten Spaß. Ob Spielzeug, Maus oder Tastatur, einstecken, eventuelle Treiber nachladen und loslegen. Durch die per Stromversorgung auf jeweils maximal 500 Milliampere unterstützten Ports, kam es bei keinem der getesteten Devices zu Ärger mangels Saft. Eher macht sich bei datenintensiven Peripherien wie Scanner oder Brenner die Begrenzung auf zwölf Megabit Datentransfer bemerkbar. Diese müssen sich nämlich alle angeschlossenen Geräte teilen, so dass USB-Kameras Ruckelbilder liefern, wenn andere Geräte wie Netzwerk oder USB-Drucker gleichzeitig aktiv sind. Doch diese Probleme haben auch die übrigen Anbieter von USB-Erweiterungen. Für eine echte Dockingstation fehlt der EasiDock USB 200E die Vollwertigkeit aller Schnittstellen und der Monitordurchgang Wenn die Kleinigkeiten mit dem Handbuch und den Treibern erledigt sind, ist sie eine gute Anschlusserweiterung zu einem günstigen Preis. (kew)

 

@-BU: Ein Kabel für alle – Mobility EasiDock USB 200E.

 

((Kasten))

@-DZ: kurzinterview

@-ZÜ: Kurzinterview mit Alan Case, Marketing Direktor Europa bei Mobility:

@-Interview Frage:Die EasiDock ist in Wirklichkeit nur eine Anschlusserweiterung für USB. Ist der Name nicht irreführend?

@-VOR-Rubrik:CASE:

@-Interview Antwort:EasiDock ist der Markenname einer ganzen Reihe plattformübergreifender Dockinglösungen. Das reicht wie hier von USB Portreplikationsprodukten bis hin zu kompletten Erweiterungslösungen auf Basis unserer patentierten Split-Bridge-Technologie. Der Name sagt aus, es ist ein Anschlusssystem auf USB-Basis.

 

@-Interview Frage:Im Handbuch wird die Parallelschnittstelle als bidirektional beschrieben. Wieso funktioniert sie dann nicht so?

@-VOR-Rubrik:Case:

@-Interview Antwort:Der Parallelport ist nur für Drucker geeignet. Das ist kein Mobility-Fehler sondern in den Einschränkungen der USB-Technologie begründet. Das Handbuch wird erneuert.

 

@-Interview Frage:Das Handbuch hat Schwachpunkte bei Übersetzung und der Ethernetbeschreibung. Gibt es noch eine finale Version?

@-VOR-Rubrik:Case:

@-Interview Antwort:Im Laufe der nächsten drei Monaten wird ein neues Handbuch mit verbesserter Übersetzung beigelegt werden.

 

@-Interview Frage:Anstatt eines Zettels könnten doch auch gleich die Treiber für Windows 2000 eingepackt werden. Haben die Verkaufsversionen die aktuelle Software dabei?

@-VOR-Rubrik:Case:

@-Interview Antwort:Die Windows 2000 Treiber werden bereits den aktuellen Produkten standardmäßig beigefügt. Zum Download sind sie außerdem unter www.mobilityelectronics.com verfügbar.

 

 

((Bewertungskasten))

 

@-DZ: KURZGEFASST

 

@-BT:Das EasiDock USB 200E ist eine Schnittstellenerweiterung für den USB-Anschluss. Die wesentlichen Unterschiede zu einer Dockingstation liegen in der langsameren Übertragungsgeschwindigkeit, dem fehlenden Monitoradapter und der eingeschränkten Nutzung der seriellen und parallelen Anschlüsse. Als Port-Expansion ist sie brauchbar, leicht zu installieren und mit aktueller Software und verbessertem Handbuch ist sie ein preiswerter Zweierkandidat. So erweckt die EasiDock falsche Erwartungen.

 

ANBIETER:

Mobility Electronics Ltd., Reading, Großbritannien

www.easidock.com

 

PREIS:

VK: 325 Mark

EK: noch nicht bekannt

alle Angaben zzgl. MwSt.

 

VERTRIEB/DISTRIBUTOREN:

Zur Zeit noch in Verhandlungen mit RFI und verschiedenen Broadlinern

 

WERTUNG:

Gerät/Software: 3

Lieferumfang: 2-3

Ease-of-Use: 2

Händlersupport: 3

CP-TIP: 3