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Erstellungsdatum: 11.10.1998

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Fremdautor: Karl-Erich Weber

Bemerkungen: CP-Test: Compaq C - Serie

 

 

 

@-DZ10:

@-HD24:

Compaq 2010 C - Handspiel

 

@-VOR-RRubrik: MÜNCHEN:

@-VORSPANN: Ein Organizer soll klein, leicht, kompatibel sein und möglichst alles können. Termine verwalten, abgleichen, erinnern, aber auch Word- und Excel-Dokumente bearbeiten. Als Handheld PC mit außergewöhnlichen Fähigkeiten für den professionellen Einsatz bietet Compaq seinen 2010 C an. Was der größte unter den kleinen kann und was (noch) nicht, hat ComputerPartner genauer untersucht.

@-BT: Die kompakte Hochglanzverpackung enthält außer dem eigentlichen Handheld auch gleich eine "Dockingstation" und serielles Verbindungskabel zum PC, Telefonanschlußkabel und das Netzteil. Handbuch, Garantie und Lizenzbestimmungen liegen neben Microsoft Windows CE 2.1, Outlook 98 und der Compaq-Software ebenfalls bei.

Die Inbetriebnahme erweist sich als Kinderspiel, das beiliegende Faltblatt zur Schnellinstallation läßt keine Fehler zu, merkwürdig die englisch-spanische Installations-Software auf der Compaq-CD, die jetzt allerdings deutschsprachig vorliegen soll. Im geschwungenen, verspielten Gehäuse werkeln ein 75 Megahertz-Risc-Prozessor, 16 Megabyte Rom für Betriebssystem und Anwendungen, sowie 20 MB RAM als Dokumentenspeicher wobei sich je nach ausgeführten Programmen zwischen 15 und 18 MB tatsächlich für Dokumente nutzen lassen. Das Gehäuse läßt sich leicht öffnen, wobei sich der Bildschirm 180 Grad zur Tastatur klappen und somit eine flache Arbeitsfläche bietet. Das Halb-VGA-LCD-Display (640x240 Pixel) ist ein passiver Touchscreen mit 256 Farben und 0,24 mm Pixelabstand. Es macht das kleine Kerlchen 540 Gramm schwer und ist gut lesbar und leuchtstark. Für stabile Jackentaschen geeignet kann das Compaq 2010 C überall hin mitgenommen werden, wo keine Marathonleistung des Akkus verlangt wird. Nach gut zwei Stunden im Dauerbetrieb will das Compaq an die Steckdose, durch die gute Stromsparvorrichtung können im Praxisalltag bis zu drei Stunden vergehen bis sich ein Pop-up-Fenster mit der Akkuwarnung zeigt.

Für die Verbindung mit der Außenwelt ist neben der seriellen PC-Verbindung über die Dockingstation auch ein 33.6 kb-Modem, eine Infrarotschnittstelle und ein PC-Card-Slot vorhanden, wobei letzterer nur mit speziellen Windows CE-geprüften Adaptern arbeitet. Abgespeckte Versionen des Internet-Explorers und Exchange sind für das World-Wide-Web und E-Mail zuständig. Eine Fax-Funktion ist serienmäßig nicht installiert. Als Pocketversionen sind Microsoft Word, Excel, PowerPoint und Outlook enthalten, deren Dateien beim Synchronisieren konvertiert werden. Nur spezielle Formatierungen wie Spaltensatz gehen in Word dabei verloren, Schriften, Farben und Absätze bleiben erhalten. Sogar eine Rechtschreibprüfung ist installiert. Gestartet werden die Programme wie von Windows 9x gewohnt über Verknüpfungen auf dem Desktop oder der Startleiste wobei die Benutzung des Stifts beim Zielen hilfreich ist.

@-Z‹:

Bunter Touchscreen und fast perfekte Kommunikation!

Auch durch Tastenkürzel ist ein Schnellstart der Programme möglich. Wird das Handheld allerdings wie ein Notebook benutzt, kippt es beim Benutzen des Touchscreen gern nach hinten weg. Abhilfe schafft dann nur noch die Station oder festhalten.

Für den reibungslosen Datenabgleich im Terminkalender muß unter Windows 98 in Verbindung mit der CE-Erweiterung und Outlook 98 ein Servicepack von der Microsoft-Homepage geladen werden, ansonsten bricht der Datentransfer mit dem Desktop-Rechner mit einer Fehlermeldung ab.

Schreibarbeiten sind gewöhnungsbedürftig, vor allem die trotz Rechtschreibreform noch immer im Deutschen stark benutzte rechte Shift-Taste fordert die Aufmerksamkeit des Schreibers. Auch das Schreibgefühl ist bauartbedingt alles andere als professionell, wobei Schnellschreiber noch stärker benachteiligt werden, da ein flüssiges Eintippen bei den kleinen runden Tasten so gut wie unmöglich ist. Erwähnenswert ist die Sprachnotizfunktion die viereinhalb Minuten in guter *.wav-Qualität zuläßt. Die Aufnahme funktioniert auch bei geschlossenem Gerät über einen Knopf an der Vorderseite. Kopieren oder versenden lassen sich diese Dateien allerdings nicht, so daß die Verwendung auf das Gerät beschränkt ist.

Das Handbuch ist informativ, wo es sinnvoll ist bebildert und hat die nötigen Erklärungen zum Gerät parat, sagt allerdings nichts über die installierte Software. Dazu wird die Online-Hilfe benötigt, die ebenfalls abgespeckt das nötigste erklärt. Support ist für den registrierten Anwender über eine 01805-Nummer verfügbar. Bei unserem Inkognito-Anruf erwiesen sich die Compaq-Leute sehr freundlich und hilfsbereit, keine ewig langen Warteschleifen oder ständig besetzte Leitungen. Sollte dies immer so sein, fällt die Empfehlung noch leichter. Eine einjährige Einsendegarantie sowie Hotline, Fax- und Internet-Support runden das Serviceangebot ab.

Für den Showroom ist die eingebaute Demo des 2010 C ein Hingucker. (kew)

 

((Kasten))

@-DZ: kurzinterview

@-Z‹: Kurzinterview mit Carsten Burghardt, Support C-Serie bei Compaq:

@-BT:

Die Bezeichnung professionell scheint für das 2010c doch etwas übertrieben, vergleicht man es mit Notebooks. Wen haben Sie als Zielgruppe im Auge?

Professionelle Anwender die unterwegs kleinere Dateien bearbeiten und Daten mit dem Büro austauschen möchten, zum Beispiel über die Infrarotschnittstelle des Ericsson-Handys.

Bei den umfangreichen Kommunikationsmöglichkeiten wird die Fax-Funktion vermißt. Gibt es diese nachzukaufen?

Diese Funktion, B-Fax express liegt kostenlos auf der Compaq-CD bei. Auch die Remote-Software kann über die Funktion CD durchsuchen dort gefunden werden.

Für den PC-Card–Slot kommen nur bestimmte Karten mit entsprechenden Treibern in Frage. Könnte nicht eine Liste der unterstützten Adapter beiliegen?

Diese Liste wird zur Zeit erstellt und zertifiziert. Danach werden wir sie schnellstmöglich zur Verfügung stellen.

Bei der Colorversion mit dem schwereren, etwas dickeren Display neigt es beim optimalen Blickwinkel zum Kippen. Welchen Tip haben Sie für die Benutzer?

Für die derzeitige Version bleibt leider nur die Dockingstation oder das Festhalten. Allerdings wird beim Nachfolger die Standfestigkeit stärker beachtet.

 

 

((Bewertungskasten))

@-DZ: KURZGEFASST

@-BT: Der Compaq C-Serie 2010c ist ein Handheld-Pocketcomputer mit umfangreicher Ausstattung und Kommunikationsmöglichkeiten. In seiner Klasse mit Color-Display, Internetfähigkeit und Sprachaufzeichnung einzigartig, ist es preislich allerdings an der Grenze zu weitaus leistungsfähigeren Notebooks. Aufgrund seiner vielen Möglichkeiten und der geringen Ausmaße eignet er sich als komfortabler Notizblock und Terminkalender mit Office- und E-Mail-Funktion.

ANBIETER: Compaq Computer Corporation

http://www.compaq.com

PREIS:

VK: 1799 Mark

EK: 1465 Mark

alle Angaben zzgl. MwSt.

VERTRIEB/DISTRIBUTOREN:

Compaq-Distributoren, RFI, Broadliner

WERTUNG:

Gerät: 2

Lieferumfang: 2

Ease-of-Use: 3

Händlersupport: 2

CP-TIP: 2

@-BU: Ein gutes Pfund Office-Funktionalität: Compaq 2010c