Kennung:

Rubrik:

Zeilen:

Fotos:

Grafiken:

Erstellungsdatum: Oktober 99

Druckdatum:

Fremdautor: Karl-Erich Weber

Bemerkungen:Test: CP-Test AVM Fritz!X-USB und Ken

 

 

 

 

@-DZ10:AVM Europe GMBH

 

@-HD24:

CAPI für alle -

AVM macht´s möglich

 


 

@-VOR-RRubrik:MÜNCHEN:

@-VORSPANN:Findige OS/2 Benutzer konnten das schon länger, über ein Modem eine Arbeitsgruppe ins Internet zu bringen. Für Windows hat es sich ISDN-Spezialist AVM zum Ziel gemacht mit ihrer Software Ken! die Mitglieder einer Workgroup über eine einzige ISDN-Verbindung an den Rest der Welt anzuschließen.  ComputerPartner hat dies in Verbindung mit der Telefonanlage Fritz!X-USB näher untersucht.


@-BT:In der AVM-üblichen blau-gelben Verpackung ist die langerwartete Fritz!X-USB sicher verpackt. Komplett ausgestattet vom deutschen Handbuch, Software- und Treiber-CD, Netzteil, Anschlusskabel für ISDN,  USB und Adaptern für analoge Telefone über diverse Providerangebote bis zur Bohrschablone für eine Wandmontage ist die Lieferung komplett. Zwei Meter USB-Kabel und sechs Meter für ISDN lassen dabei genügend Spielraum bei der Platzierung. Wie es sich für eine Telefonanlage gehört sind deren Grundfunktionen nach dem Verbinden mit ISDN und Stromversorgung bereits verfügbar und arbeiten selbstverständlich auch bei ausgeschaltetem PC. Im Gegensatz zu anderen AVM-Produkten funktioniert die Fritz!X-USB nur mit Euro-ISDN (DSS1). Die Besitzer der älteren deutschen Anschlussnorm 1TR6 müssen zuerst umrüsten. um in den Genuss des 22 mal 16 Zentimeter großen Kommunikationskästchens zu kommen. Ab Werk wird die AVM mit einer sicheren Einstellung versehen, die mit spontaner Amtholung und Anklopfschutz die Zeit der Unerreichbarkeit sehr gering hält. Ist sie an den PC angeschlossen erkennt Windows 98 nach dem Neustart die Plug&Play-fähige USB-Einheit und sucht die Treiber. Nachdem diese auf der CD gefunden sind wird nach dem "Fertig stellen" das  eigentliche ISDN-Setup aufgerufen und installiert. Eine Überprüfung ob in der Rubrik Modems der Systemsteuerung nun diverse AVM-Geräte installiert sind schadet nicht, da bei nicht mehr jungfräulichen Systemen durchaus Altlasten eine saubere Inbetriebnahme verhindern können. 

 

@-ZÜ:EINFACH, PRAKTISCH, GÜNSTIG - DIE ALTERNATIVE FRITZ!X-USB

 

@-BT:Es folgt die Software Fritz!X für die Telefonanlagenfunktion die genauso komfortabel installiert wird. Jetzt können die Feineinstellungen wie Mehrfachrufnummern, Rufumleitung und Anrufweiterschaltung via PC vorgenommen werden, die Programmierung über Telefon kann sich der Anwender so ersparen. Auch ein Update der Anlagensoftware via Internet oder AVM Data-Center ist über dieses Programm möglich. Unter anderem sind Makeln, Vermitteln, Rückfragen, Dreierkonferenz, kostenlose Interngespräche, Rückruf bei besetzt, Pickup und Rundruf möglich. Mit der beiliegenden Fritz!32-Software sind Fax, Datenübertragung und mit einer Soundkarte im PC auch Anrufbeantworter und Telefonfunktion per Headset oder Mikrofon und Lautsprecher möglich. In den getesteten Funktionen ISDN, Internet, Fax und Telefonie gab es keinen Anlass zur Kritik, die Modem-Simulation mit 33.600 Bit pro Sekunde Datendurchsatz ist ein Spitzenwert. Mit der hervorragenden Software, den kaum zu verbessernden Handbüchern und den unproblematischen Treibern eine unbedingte Empfehlung. Die beim Testgerät wacklige Stromversorgung und ein Flacker-LED beweisen, dass es nichts perfektes gibt. Nun noch das alles mit KEN! im Netzwerk freigeben, sollte das wirklich so einfach sein wie von AVM propagiert? Etwas unscheinbar in biederem blaugrün gehalten verleitet KEN! nicht gerade zum Spontankauf. Dennoch enthält die Schachtel neben der Server und Clientsoftware auch noch das komplette Fritz!-Softwarepaket sowie die aktuellen Versionen des Microsoft Internet Explorer und Netscape Communicator. An Voraussetzungen braucht der ISDN-Rechner, von AVM KEN!-Service genannt, einen Pentium 166 mit 32 MB Hauptspeicher und 170 MB Festplattenplatz wovon 150 zum Zwischenspeichern von E-Mails und Internetseiten gedacht sind, Windows 9x oder NT 4.0. Auch für Windows 2000 ist die aktuelle Revision bereits freigegeben. Auf dem Ken!-Klient reichen ein Pentium und 16 Megabyte aus, Betriebssysteme wie gehabt. Das TCP/IP-Protokoll sollte vor der Installation bereits aktiv und an eine Netzwerkkarte gebunden sein. Nach dem Einlegen der CD startet ein Auswahlmenü und mit einem Klick auf Service und der Codeeingabe wird die Basis bereitet. Dem erforderlichen Neustart folgt ein Assistent, der Schritt für Schritt die notwendigen Eingaben abfragt und bestens unterstützt von Handbuch oder Online-Hilfe so gut wie keine Fehler zulässt.

 

@-ZÜ:KEN! - ES FUNKTIONIERT TATSÄCHLICH

 

@-BT:Die Aktivierung von CAPI im Netz, das Eintragen der Zugangsdaten und IP-Parameter ist nicht schwerer als ein T-Online-Zugang einzurichten im Gegenteil sind für diesen wie in der vorliegenden Version auch für UUNET und Arcor Automatismen vorhanden. Hierbei ist nur noch die E-Mail-Adresse einzugeben und Dr. Ken, ein Testprogramm, überprüft die Funktionsfähigkeit. Prinzipiell stehen schon jetzt alle notwendigen Funktionen zur Verfügung, doch lässt sich KEN auch manuell installieren oder anpassen. Für Benutzer des Internet Explorer 5 werden die Browser-Einstellungen automatisch vorgenommen. Der Service-PC, der mit dem ISDN-Gerät, fungiert als Proxy-Server im Netzwerk, das heißt, er speichert alle fremden Rechnerdaten zwischen. Dadurch ist es möglich, dass mehrere Benutzer gleichzeitig über eine ISDN-Leitung im Web surfen, obwohl tatsächlich nur ein Zugang aktiv und berechnet wird. Die Einrichtung der E-Mail-Anwendung wird für Outlook Express automatisch vorgenommen, sollte es weitere Benutzer mit unterschiedlichen E-Mail-Adressen im LAN geben, können sie ebenfalls hier eingetragen werden, der Mailserver von KEN! stellt die Post dann automatisch zu.

Die Einstellung der Klienten geht noch flotter. Ist TCP/IP aktiv, die Benutzungsart ISDN, Internet oder beides angewählt braucht es neben dem Programmpfad nur einen Neustart und Ken! Klient ist automatisch aktiv. Die Anpassung von Browser und E-Mail gilt es noch zu überprüfen und wer möchte kann noch das Fritz!32-Softwarepaket installieren. Die Lizenzen für Klient und Fritz sind übrigens unbegrenzt, der Server ist auf eine Installation beschränkt. Sollte die Installation nicht wie gewünscht vonstatten gegangen sein, bieten Handbuch und elektronische Hilfe bereits eine FAQ. Eine Internet-Adresse und E-Mail-Support gibt es ebenso wie eine Telefonnummer bei AVM in Berlin. Verbessern ließe sich die An- und Abschaltung des Programms auf Klient und Service-PC um unbeabsichtigte Verbindungsaufnahmen zu verhindern, doch für den gebotenen Preis ist KEN! allemal eine Empfehlung. (kew)

 

@-BU: Könnten zusammen den Markt aufmischen - Fritz!X-USB und Kumpel KEN!.

 

 

 

((Kasten))

@-DZ: kurzinterview

@-ZÜ: Kurzinterview mit Joachim Töpel, Produktmanager und Gerd Thiedemann Produktmanager Networking bei AVM:

@-Interview Frage:Wenn es mit der Fritz!X-USB Ärger gab lag es an der Stromversorgung. Ist dies ein Einzelfall?

@-VOR-Rubrik:Töpel:

@-Interview Antwort:Gerade diese Art der Stromversorgung hat sich als sehr zuverlässig bewährt. Wir werden das Gerät nach Rückerhalt auf jeden Fall überprüfen.

 

@-Interview Frage:Fritz!X-USB war schon vor einem Jahr angekündigt. Sind die Lieferengpässe behoben?

@-VOR-Rubrik:Töpel:

@-Interview Antwort:Im Vorfeld der CeBit wurde die Fritz!X-USB angekündigt.Die stärkere Nachfrage nach USB-Geräten im Vergleich zur seriellen Fritz!X-PC hat die Lieferbarkeit beeinträchtigt.

 

@-Interview Frage:Ken! weist in der Grundeinstellung elf IP-Adressen für Klienten zu. Kann dies erweitert werden?

@-VOR-Rubrik:Thiedemann:

@-Interview Antwort:Dies ist eine Voreinstellung die eine schnelle Inbetriebnahme unterstützt und kann selbstverständlich geändert werden.

 

@-Interview Frage:Wieso gibt es keine Möglichkeit den Klienten oder die E-Mail-Automatik abzuschalten?

@-VOR-Rubrik:Thiedemann:

@-Interview Antwort:Ziel war es ein unkompliziertes Programm mit größtmöglicher Stabilität zu erhalten. Je mehr Bedienereingriffe und Schaltvorgänge möglich sind desto eher treten Konfigurationsprobleme auf. Für anspruchsvollere Aufgaben hat AVM die entsprechende Software wie NDI Network distributed ISDN.

 

 

 

 

((Bewertungskasten))

 

@-DZ: KURZGEFASST

 

@-BT:Abgesehen vom Wackelkontakt bei dem Testgerät ist die Fritz!X-USB eine gelungene und preisgünstige Alternative zur Telefonanlage und deckt die Bedürfnisse in SOHO-Bereich problemlos ab. Software, Handbuch, Zubehör ist komplett und gehört zweifellos zur Klassenspitze. KEN! hält was es verspricht, ISDN für alle ob Internet, E-Mail oder Fax, einfach zu konfigurieren, ideal für die kleine bis mittlere Arbeitsgruppe oder auch Schulklassen. Beide sollten in keinem ISDN-Sortiment fehlen, zumal Preis und Leistung hervorragend sind.

 

ANBIETER:

AVM Computersysteme Vertriebs GmbH  Co. KG, Berlin

www.avm.de

 

PREIS: FRITZ!X-USB / KEN!

VK: 388 / 401 Mark

EK: 298 / 249 Mark

alle Angaben zzgl. MwSt.

 

VERTRIEB/DISTRIBUTOREN:

Broadliner, Kommunikationsdistributoren

 

WERTUNG: Fritz!X-USB / KEN!

Gerät/Software: 1-2 / 3

Lieferumfang: 1 / 1-2

Ease-of-Use: 1-2 / 2

Händlersupport: 2 / 2

CP-TIP: 1-2 / 2-3